Gravelbike: 7 Gründe, warum Du eines haben musst!

Das Gravelbike ist eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike. Dabei stellt sich die Frage, ob das wirklich sinnvoll ist. Und, noch wichtiger: Warum sollten Radsportfreunde unbedingt ein Gravelbike haben? Wir haben keine Gründe dagegen gefunden, aber Sieben Gründe die dafür sprechen.

Gravelbike, Cyclocross-Räder, Endurance-Bike: Was ist was und was ist wofür gut?

Die Welt des Radsports ist voller begrifflicher Eigenheiten, die noch nicht einmal aktive Sportler immer durchschauen. Es ist an der Zeit, die einzelnen Begriffe zu klären und so die Unterschiede zwischen den verschiedenen Fahrradarten herauszufinden.

Was ist ein Gravelbike?

Radsportler kennen das Gravelbike z.B. aus dem Shop von fahrrad.de als gekonnte Mischung aus Rennrad und Mountainbike. Gleichwohl ist diese Fahrradart in Deutschland noch nicht stark verbreitet, obwohl schon seit Längerem versucht wird, es hierzulande zu etablieren.

Die Idee dahinter ist einfach: Es geht um ein Fahrrad, das sowohl auf der Straße als auch auf Schotter und Waldwegen gut unterwegs ist. Einzelne Features wurden dafür vom Endurance-Bike genutzt, weitere stellten Cyclocross-Räder zur Verfügung.

Damit ist das Gravelbike auf Straßen und Feldwegen gleichermaßen gut unterwegs, es ist ein Multi-Terrain-Bike. Gern wird es mit dem SUV unter den Autos verglichen: Man braucht es nicht wirklich, aber toll ist es doch, wie auch das nachfolgende Video zeigt:

Video: SINGLE TRAILS MIT GRAVEL BIKE | Sprünge, Wurzeln und Schotter mit Dropdown Lenker

Was heißt Gravel auf Deutsch?

Der Name ist Programm. Im nordamerikanischen Raum ist das Gravelbike schon seit einigen Jahren etabliert, hier weiß man dessen Vorzüge schon viel länger zu schätzen. Dabei spricht der Name des Fahrrads für sich: „Gravel“ heißt so viel wie „Schotter“ oder „Kies“. Es ist also ein Fahrrad für Schotter- oder Kieswege.

Der Name wurde einfach auch hierzulande übernommen, er steht für die Verwendung des Rades sowohl auf der Straße als auch auf unbefestigten Wegen.

Was sind Cyclocross-Räder?

Cyclocross-Räder sind Wettkampfräder und besitzen eine Rahmengeometrie, die den Rennrädern angelehnt ist.

  • Alu- und Carbonrahmen sind hier zu finden, dazu
  • eine moderne 11-fach Schaltung sowie
  • Scheibenbremsen.

Weitere Konstruktionsmerkmale sind typisch für Cyclocross-Räder.

  • Die Geometrie des Rahmens ist bis zu zwei Zentimeter kürzer als bei Rennrädern,
  • das Steuerrohr ist niedriger.

Cyclocross-Räder sind vielseitig einsetzbar und werden gern für das Ausdauertraining genutzt, rollen über maschige Wege ebenso wie über Schotterpisten. Auf Asphalt gibt es ein Fahrgefühl, das schon ziemlich nah an das des Rennrades herankommt. Die Reifen sind schmal und rollen gut.

Was ist ein Endurance-Bike?

Ein Endurance-Bike ist ein Langstrecken-Rennrad, das auf:

  • Komfort,
  • Stabilität und
  • Robustheit.

setzt. Einst wurden diese Räder für die Classics in Frankreich hergestellt, denn hier wurden die Tagesrennen unter besonders schwierigen Straßenbedingungen gefahren. Endurance-Bikes dämpfen den Untergrund gut ab und tragen dazu bei, dass der Fahrer nicht so schnell ermüdet.

Die Rahmen sind flexibel und nachgiebig, die Reifen größer. Damit ist das Fahren sehr komfortabel möglich.

Das Gravelbike ist eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike bzw. aus Rennrad und Cyclocross-Bike. ( Foto: Shutterstock-Sergii Kovalov )

Das Gravelbike ist eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike bzw. aus Rennrad und Cyclocross-Bike. ( Foto: Shutterstock-Sergii Kovalov )

Was ist der Unterschied zwischen Cyclocross und Gravelbike?

Das Gravelbike ist eine Mischung aus Rennrad und Mountainbike bzw. aus Rennrad und Cyclocross-Bike. Es ist für Fahrer geeignet, die meist auf der Straße unterwegs sind und nur zu rund einem Drittel der Zeit auf Schotter oder Kies fahren.

Das Gravelbike ist ein sportlicher Vertreter seiner Art und kommt das ganze Jahr über zum Einsatz. Die Reifen sind durchweg profiliert, es können Schutzbleche und Gepäckträger installiert werden.

Cyclocross-Räder hingegen sind zwar auch eine Mischung aus den oben genannten Bikes, doch sie sind am ehesten dafür geeignet, abseits befestigter Straßen genutzt zu werden.

Die Reifen sind nicht ganz so breit wie beim Gravelbike, alles ist auf das sportliche Fahren im Gelände ausgelegt. Schutzbleche und Gepäckträger gehören nicht zum typischen Crossrad.

Video: 28″ Gravelbike Laufräder auf MTB Trail testen | MTBTravelGirl

Warum ein Gravelbike? Sieben Gründe für das Fitnessrad

Wer sich nun für den Alleskönner Gravelbikes interessiert, dem seien die folgenden sieben Gründe für die Anschaffung ans Herz gelegt. Denn: Ein Gravelbike ist ein echtes Adventure Bike, ein Multitalent und hervorragender Begleiter in allen Sport- und Lebenslagen.

  1. Komfortables Fahren garantiert

    Das Gravelbike ist darauf ausgerichtet, dass damit längere Strecken gefahren werden. Der gesamte Sitz ist entspannter möglich, die Sitzposition aufrechter als auf dem Rennrad. Durch die breiten Reifen wird die Dämpfung verbessert, der Geradelauf ist sehr stabil. Allerdings ist es auch eine Frage der Geometrie der einzelnen Hersteller, ob der Fahrkomfort wirklich besser ist.

  2. Hohes Gewicht inklusive

    Was, das soll ein Vorteil sein? Hier kommt es immer auf die Basis an, die zum Vergleich herangezogen wird. Freilich ist das höhere Gewicht nicht zwingend ein Plus, wenn das Fahrrad getragen werden muss. Das Bike ist auch nicht so schnell wie ein Rennrad, weil es schwerer ist.

    Doch wenn das Adventure Bike mit dem Trekking-Rad verglichen wird, fällt die Entscheidung nicht schwer. Mit dem Gravel Bike lassen sich die Strecken zur Arbeit wie im Flug zurücklegen, weil es bei diesem Vergleich als Leichtgewicht abschneidet. Und dazu noch viel mehr kann als ein Trekking-Bike!

  3. Vielseitig im Einsatz

    Gravelbikes sind durch ihre Bauart für alle Eventualitäten geeignet. Sie fahren perfekt auf der Straße und im Wald, sind auf Cross-Strecken und Feldwegen im Einsatz. Mit Semi-Slicks werden sie echte Allrounder, die überall zu Hause sind und jeden Untergrund meistern.

    Durch die Möglichkeit, Schutzbleche anzubringen, sind die Bikes auch für Pendler interessant, die sich unterwegs nicht schmutzig machen wollen, weil vom Hinterrad der Schlamm hochspritzt.

    Dazu noch das anbaubare Gepäcksystem und fertig ist das Multi-Bike, das zudem auch noch Mountainbikestrecken wie hier im Video fahren kann:

    Video: Riding a Cyclocross/Gravel Bike on Trails

  4. Ideal im Winter

    Gravelbikes sind die perfekten Wintersport-Partner, denn sie sind sogar auf matschigen Straßen fahrbereit. Rennradler und Mountainbiker, die im Winter zwar sportlich aktiv sein wollen, jedoch nicht glücklich mit ihrem Bike sind, weil das Fahren zu gefährlich ist, werden mit dem Gravel Bike froh werden. Durch die gut profilierten Reifen sausen diese auch über Schneematsch und lassen sich über rutschige Strecken manövrieren.

  5. Fast baugleich mit Cyclocross-Rädern

    Wer schon ein Crossrad besitzt, braucht nicht mehr in ein Gravel Bike zu investieren, denn die Bauarten sind zu ähnlich. Doch wer ohnehin eine Neuanschaffung plant und noch zwischen Cyclocross- und Gravel-Bike schwankt, ist mit Letzterem gut beraten.

    Der Fahrkomfort ist noch ein Stück weit besser, die aufrechte Sitzposition ermöglicht ein komfortables Fahren auch über längere Strecken. Welches Bike am Ende die richtige Wahl ist, sagt ein Ratgeber zu Gravelbikes. Außerdem ist der Test im Laden nicht zu unterschätzen!

  6. Sportlicher Luxus enthalten

    Gern wird das Adventure Bike mit dem SUV unter den Autos verglichen. Die meisten, die einen solchen fahren, brauchen ihn nicht wirklich. Wer muss schon in der Stadt mit einem geländegängigen Fahrzeug unterwegs sein, das sich mit seinem Allradantrieb jedes Gelände untertan machen könnte? Doch es macht Spaß, ein solches Fahrzeug zu fahren, es sitzt sich angenehm und der Fahrkomfort ist immer gegeben.

    Außerdem fühlt sich der Fahrer sicher. Das ist beim Gravel Bike nicht anders! Auch hier überzeugt der Fahrkomfort, obwohl das Bike vielleicht nicht zwingend notwendig ist. Aber auch im Sport muss ein bisschen Luxus schon sein.

  7. Die eierlegende Wollmilchsau unter den Fahrrädern

    Wer noch zwischen zwei verschiedenen Fahrradarten schwankt, sollte unbedingt auf das Gravel Bike setzen. Es ist einfach immer die richtige Wahl, denn es steht für jeden Fahrspaß offen. Egal, ob jemand nur in seiner Freizeit ein wenig durch Wald und Flur radeln möchte, oder ob jemand einen Partner für das Ausdauertraining im Winter sucht.

    Ob sich ein Radsportler durch Training auf verschiedenen Untergründen auf den nächsten Wettkampf vorbereiten will oder ob auf dem Weg zur Arbeit die Abkürzung durch den Park so schnell wie möglich zurückgelegt werden soll: Das Gravel Bike packt jede Herausforderung.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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