Fahrradtouren in Frankreich: Für Familien und Sportbegeisterte

Fahrradtouren in Frankreich sind für diejenigen Urlauber genau richtig, die das Land hautnah erkunden möchten und dabei auch noch Sport treiben wollen. Denn mit einer schönen Radreise kann man beides verbinden. Wir haben nützliche Tipps!

Fahrradtouren in Frankreich: Ein großes Netz an Radwegen

In den letzten Jahren wurde für den Tourismus in Frankreich viel gemacht. So findet man aktuell bereits über 2600 Kilometer lange Radwege, die sich speziell an Urlauber auf dem Fahrrad richten. Zwei unterschiedliche Formen der Radwege gibt es dabei:

Die Véloroutes (klassische Radwege), die sich auf verkehrsberuhigte Straßen beschränken. Hier besteht also durchaus die Möglichkeit, dass einem auf der Fahr über den Rad weg ein Auto oder anderes motorisiertes Gefährt entgegen kommt.

Die Voies Vertes, wer auf diesen Routen unterwegs ist, kann seiner Fahrradleidenschaft freien Lauf lassen. Denn hier begegnet man garantiert keinen Autos. Die Radwege sind komplett autofrei und ausschließlich für Fahrradfahrer konzipiert.

Eine Fahrradtour mit der Familie in Frankreich: auf den Voies Vertes ist man bestens aufgehoben! (#1)

Eine Fahrradtour mit der Familie in Frankreich: auf den Voies Vertes ist man bestens aufgehoben! (#1)

Unser Tipp: Wer mit der ganzen Familie Fahrradtouren in Frankreich machen möchte, der ist auf den Voies Vertes bestens aufgehoben, denn mit einer Länge zwischen 20 und 50 km sind diese Radwege wie geschaffen, um auch mit Kindern erkundet zu werden. Und auch wenn man einmal eine Pause macht, ist man auf diesem Radweg bestens aufgehoben: Stets führen diese Wege durch interessante Landschaften mit vielen Sehenswürdigkeiten. So wird es auch bei einer kurzen Verschnaufpause garantiert etwas für die gesamte Familie zu sehen geben.

Fahrradtouren in Frankreich: So erkennen Sie die Radwege

Die beiden interessanten Wege für Fahrradtouren in Frankreich sind die bereits angesprochenen Véloroutes und die Voies Vertes. Beide Radwege sind durch unterschiedliche Schilder gekennzeichnet, die es erlauben, die begehrten Strecken schnell zu identifizieren.

Daneben gibt es noch weitere Radwege, die wie geschaffen für Radreisen durch Frankreich sind. Doch zunächst zu den Bekannten:

  • Voies Vertes: Erkennt man an einem blauen Schuld mit einem grünen Weg – daher auch der Name – auf dem ein Fahrrad und ein Spaziergänger abgebildet ist.
  • Véloroutes: Diese Radwege sind durch ein einfaches Fahrrad neben dem Namen der Ortschaft oder der Ortschaften gekennzeichnet, zu denen sie führen.
Auf den steigungsarmen Strecken kann man während dem Radeln die Landschaft genießen. (#2)

Auf den steigungsarmen Strecken kann man während dem Radeln die Landschaft genießen. (#2)

 

Fahrradtouren in Frankreich: Die Fernstrecken – wie geschaffen für e-bikes

Wer gerne längere Strecken auf dem Fahrrad durch Frankreich zurücklegen möchte oder vielleicht sogar auf einem e-bike unterwegs ist, für den sind die Fern-Radwege eine tolle Alternative. Diese Wege erlauben Radtouren, die auf ausgesuchten Strecken durch Frankreich führen. Der Vorteil: Man muss sich keine Gedanken um die Planung machen und kann ganz in Ruhe seinen Urlaub und die tolle Landschaft genießen. Fernradwege gibt es mehrere in Frankreich, die unterschiedlich lang sind und durch jeweils abwechslungsreiche Landschaften führen. Dazu gehören:

Eurovélo 6: Dieser Radweg gehört zu dem europäischen Fern-Radweg, der insgesamt durch 10 verschiedene Länder führt. Grob gesagt orientiert sich die Strecke an der Loire, dem Rhein und der Donau und führt entlang dieser Flüsse Radfahrer durch die jeweiligen Länder. Wer den Eurovélo 6 in Frankreich fährt, kann auf insgesamt 1300 Kilometern eine beeindruckende Landschaft genießen. Dieser Radweg eignet sich fantastisch für Radfahrer, die sich eher auf die Landschaft konzentrieren wollen, denn der entsprechende Teil der Strecke, der durch Frankreich führt, ist relativ steigungsarm und kann daher meist ohne größere Anstrengung gefahren werden.

La Vélodyssée (Eurovélo 1): Dieser Radweg ist zwar relativ lang, nämlich stolze 1200 Kilometer, ist aber trotzdem sehr gut zu fahren. Die Wege sind in der Regel relativ eben oder haben nur eine leichte Steigung, was diesen Radweg durch Frankreich auch für Anfänger sehr interessant macht. Wer sogar noch mehr von Europa sehen will, kann auf dem Euovélo 1 bis nach Spanien fahren, sogar in England gibt es einen Radweg, der zu der Vélodyssée gehört.

Die schöne Voies Vertes Tour führt dierekt am Kanal entlang und lädt zum pausieren und entspannen ein. (#3)

Die schöne Voies Vertes Tour führt dierekt am Kanal entlang und lädt zum pausieren und entspannen ein. (#3)

Bourgogne à Vélo: Wer die schöne Region Burgund in Frankreich auf dem Fahrrad durchqueren möchte, für den ist dieser Radwege ein heißer Tipp. Auf insgesamt fünf unterschiedlichen Radwegen kann man die vier Départements der Region erkunden. Je nach einiger Fitness und Interessen, kann man dabei frei wählen, für welche Route oder welches Teilstück man sich entscheidet.

La Loire à Vélo: Dieser Radweg folgt dem eben beschriebenen Prinzip: Auch auf dieser Strecke kann man eine schöne Region Frankreichs ganz in Ruhe von dem Fahrrad aus genießen. Der gesamte Radweg hat eine Länge von 800 Kilometern und führt zum großen Teil direkt am Ufer der Loire entlang. Dieser Radweg ist besonders interessant für Diejenigen, die sich für kulturelle Reisen interessieren, da es auf der gesamten Strecke zahlreiche Schlösser, Burgen und Park gibt, die man bei einem kurzen Aufenthalt besichtigen kann.

Fahrradtouren in Frankreich: Die Provence

Wer sich für die Provence interessiert, kann auch hier eine tolle und unbedingt sehenswerte Reise mit dem Fahrrad planen.

Denn gerade in der Provence gibt es unzählige Randwege, die mal kürzer, mal länger, aber immer unbedingt sehenswert sind. So hat man beispielsweise die Wahl zwischen verschiedenen Rundwegen, die an interessanten Sehenswürdigkeiten und atemberaubender Landschaft vorbei führen. Dazu zählen:

Beaumes de Venise: Auf einer Strecke von insgesamt 21 Kilometern kann man auf diesem Rundweg Teile des imposanten Bergmassives der Provence „Dentelles de Montmirail“ erkunden. Da dieser Weg durch die Berge führt, muss man natürlich mit etwas Steigung rechnen, der Anblick entschädigt jedoch für die Mühen.

Das perfekte Hightlight am Höhepunkt der Bergtour: den Sonnenuntergang genießen! (#4)

Das perfekte Hightlight am Höhepunkt der Bergtour: den Sonnenuntergang genießen! (#4)

Bedarrides: Dieser Rundweg von insgesamt 18 Kilometern Länge ist eher auf eine entspannte Reise ausgelegt. Hier wird man am Ufer der Ouvèze entlang geleitet und kann dabei die beeindruckende Landschaft der Provence in vollen Zügen genießen.

Venasque: Dieser Weg ist für sportliche Radtouren wie geschaffen. Auch einer Länge von fast 20 Kilometern erklimmt man die Vaucluse-Berge. Nach erfolgreicher Anstrengung kann man als Entschädigung von oben den fantastischen Ausblick genießen.

Valeras: Dieser Radweg ist eher beschaulich und nicht ganz so sportlich ausgelegt, wie der vorher beschriebene. Daher ist er eine tolle Empfehlung für Familien mit Kinder, die es etwas ruhiger angehen lassen wollen. Das bedeutet jedoch nicht, dass nicht dieser Radweg auch einen tollen Eindruck auf der Reise durch die Provence bietet: Auf der Strecke von fast 34 Kilometern bekommt man die Gelegenheit in einem der vier kleinen Dörfer, die entlang des Radweges liegen, zu entspannen und die tolle Atmosphäre der Provence zu genießen.


Bildnachweis: © Shutterstock-Titelbild Iakov Filimonov, -#1 Monkey Business Images, -#2 Artush, -#3 davidelliottphotos, -#4 Thammanoon Khamchalee

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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