Elektroauto CityEL: Eine Alternative zu anderen?

Gewöhnliche Elektroautos sind noch recht teuer. Das Elektroauto CityEL stellt jedoch eine sehr preiswerte Alternative dazu dar. Allerdings eignet es sich nur für kleinere Unternehmungen, bei denen Sie alleine unterwegs sind.

Elektroauto: Die umweltfreundliche und preiswerte Alternative?

Elektrofahrzeuge sind – davon geht wohl im Moment die große Mehrheit der Deutschen aus – das Fortbewegungsmittel der Zukunft. Die Vorteile sind offensichtlich. Durch den Elektroantrieb entstehen keinerlei Emissionen während der Fahrt. Das ist insbesondere für die Innenstädte, die häufig von Smog geplagt sind, sehr vorteilhaft. Auch für die Stromproduktion gibt es sehr umweltfreundliche Alternativen. Wind- und Sonnenenergie erzeugen keinerlei umweltschädliche Abgase und sind außerdem klimaneutral. Wenn der Ökostrom-Anteil bei der Versorgung weiter ausgebaut wird, steht eine sehr umweltfreundliche Energiequelle zur Verfügung. Darüber hinaus ist die elektrische Energie im Vergleich zu fossilen Brennstoffen sehr kostengünstig. Das führt zu recht niedrigen Fahrtkosten.

Ein Elektroauto weist noch einen weiteren Vorteil auf. Bei dieser Technik ist es relativ einfach, die Energie beim Bremsen zurückzugewinnen. Bei einem Verbrennungsmotor ist dies nicht möglich, sodass die komplette Bewegungsenergie des Autos beim Bremsen vernichtet wird. Bei einem Elektrofahrzeug lässt sich jedoch einen Generator in die Bremsen integrieren, der die Batterien beim Bremsen auflädt. So steht die Energie erneut zur Verfügung. Das macht insbesondere die Fahrt im Stadtverkehr deutlich sparsamer, da Sie hier sehr häufig bremsen und anfahren müssen.

So verheißungsvoll die Vorteile des Elektroautos auch klingen mögen – die Realität sieht bislang anders aus. Der Betrieb ist zwar sparsam, doch stehen dem sehr hohe Anschaffungskosten gegenüber. Trotz hoher Prämien, die 2016 eingeführt wurden, lohnt sich die Anschaffung daher häufig nicht. Hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit kann das Elektroauto zwar punkten. Doch schwächt ein relativ hoher Anteil an herkömmlichen Energiequellen bei der Stromversorgung diesen Effekt bislang ab. Hinzu kommen Probleme bei der Entsorgung der alten Batterien. Weitere Einschränkungen bei der Verwendung eines elektrisch betriebenen Autos stellen die geringe Reichweite und die langen Ladezeiten dar.

Eine weitere interessante Alternative stellt es dar, ein Mini Elektrofahrzeug zu verwenden – beispielsweise das Elektroauto CityEL. Dieses ist sehr klein und leicht und daher ausgesprochen wirtschaftlich. Auch der Kaufpreis ist vergleichsweise gering, sodass dieses Fortbewegungsmittel sehr wirtschaftlich ist.

Video: CityEl Test Drive

Elektroauto CityEL: Mini Elektroauto mit langer Geschichte

Das Elektroauto CityEL zählt zu den Pionieren der Elektro-Mobilität. Die erste Version kam bereits 1987 auf den Markt. Für die Entwicklung war das dänische Unternehmen El-Trans AS verantwortlich. In den Anfangszeiten war die Leistung des Fahrzeugs im Vergleich zu herkömmlichen Autos nur sehr gering. Zunächst kamen dabei Blei-Akkus zum Einsatz, die nur eine sehr geringe Kapazität aufwiesen. Das wirkte sich nachteilig auf die Reichweite und auf die Geschwindigkeit aus.

Mittlerweile wurden die Produktionsrechte an diesem Auto nicht nur mehrfach weiterverkauft. Darüber hinaus kam es auch zu wichtigen technischen Neuerungen. Inzwischen verwendet das Elektroauto CityEL hochwertige Lithium-Batterien, deren Kapazität deutlich höher ist. Daher bietet es mittlerweile eine recht hohe Reichweite, sodass Sie damit zahlreiche Unternehmungen durchführen können. Bisher wurde das City EL Elektroauto bereits mehr als 6.000 Mal verkauft. Das spricht eindeutig für die Beliebtheit dieses Fahrzeugs.

City EL: Das wirtschaftliche Fahrzeug

Die meisten Menschen verwenden das Auto täglich für den Weg zur Arbeit oder für Besorgungen und sind dabei alleine unterwegs. Das macht die Fortbewegung sehr unwirtschaftlich. Es ist auf fünf Insassen ausgelegt und dementsprechend groß und schwer. Das führt zu einem hohen Energieverbrauch und damit zu hohen Betriebskosten.

Eine Alternative würde es darstellen, einen Motorroller oder ein Motorrad zu verwenden. Diese Fahrzeuge sind auf ein oder zwei Personen ausgerichtet und daher deutlich wirtschaftlicher. Allerdings müssen Sie dabei deutliche Komforteinbußen in Kauf nehmen. Insbesondere bei Regen oder im Winter ist es sehr ungemütlich, ein Motorrad oder einen Motorroller zu verwenden. Selbst wenn Sie warme Schutzkleidung verwenden, wirken die Nässe und die Kälte sehr störend. Es kommt hinzu, dass die Möglichkeiten für die Gepäckmitnahme hierbei stark eingeschränkt sind. Außerdem sind die Gepäckstücke der Witterung ausgesetzt, was häufig zu einer Beschädigung führt.

Der City EL verbindet den Komfort eines Autos mit der Wirtschaftlichkeit eines Motorrollers. Dieses Fahrzeug verfügt über eine geschlossene Karosserie, sodass es Sie hervorragend vor Wind und Regen schützt. Außerdem ist es mit einer Sitzheizung erhältlich, sodass es Ihnen auch im Winter nicht kalt wird. Es handelt sich dabei jedoch um einen Einsitzer. Das Leergewicht beträgt je nach Ausführung zwischen 220 und 260 kg. Aufgrund der geringen Querschnittsfläche ist auch der Luftwiderstand sehr niedrig. All diese Faktoren führen dazu, dass der Energiebedarf des City EL ausgesprochen gering ist. Hinzu kommt der wirtschaftliche Elektroantrieb. Daher benötigt dieses Auto auf 100 km je nach Ausführung nur zwischen 3,5 und 9 kWh. Das entspricht der Energie von 0,4 bis 1 l Benzin. Daher bewegen Sie sich mit dem Elektroauto CityEL ausgesprochen sparsam fort.

Video: Eine Fahrt mit dem Cityel

Mini EL. Angebot: Niedrige Anschaffungskosten

Nicht nur die Betriebskosten sind beim Modell EL sehr niedrig. Auch der Anschaffungspreis ist vergleichsweise gering. In der Grundausstattung kostet das Mini Auto für die City nur rund 10.000 Euro. Das Mini EL. Angebot ist nicht nur günstiger als die meisten Elektroautos. Auch im Vergleich zu einem gewöhnlichen Benziner sind die Kosten vertretbar. Auch dieser Aspekt trägt dazu bei, dass das City EL Elektroauto ausgesprochen wirtschaftlich ist – insbesondere wenn man die 2016 eingeführte Prämie für den Kauf eines Elektroautos miteinbezieht.

Die technischen Daten

Das Elektroauto City EL ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Es gibt eine Version, die eine Höchstgeschwindigkeit von nur 45 km/h aufweist. Das hat zur Folge, dass Sie den EL als Leichtkraftfahrzeug zulassen können. Das spart Versicherungskosten und außerdem ist es möglich, das City EL Elektroauto bereits mit 16 Jahren zu fahren. Die beliebteste Version hat hingegen eine Höchstgeschwindigkeit von 57 km/h und eignet sich daher hervorragend für den Stadtverkehr. Darüber hinaus ist das City Auto mit einer Höchstgeschwindigkeit von 63 km/h erhältlich. Das bedeutet, dass Sie es sogar auf der Autobahn verwenden können.

Die Reichweite des Fahrzeugs liebt bei bis zu 120 km – allerdings nur bei den neueren Modellen mit Lithium-Akkus. Ein älterer EL mit Blei Batterien kommt hingegen nur auf eine Reichweite von 50 bis 60 km. Die einzelnen Modelle unterschieden sich nicht nur hinsichtlich der Energieversorgung. Auch das Antriebssystem wurde vielfach verändert. Zu Beginn hatte das Elektroauto CityEL eine Leistung von nur 1 kW. Mittlerweile sind jedoch Ausführungen mit einem 5-kW-Motor erhältlich. Dieser sorgt für eine hohe Beschleunigung und eine ansprechende Höchstgeschwindigkeit.

Auch hinsichtlich der Ladezeit kann das Elektroauto CityEL überzeugen. Bei modernen Ausführungen mit Lithium-Batterien beträgt diese nur 1,5 Stunden. Dafür ist jedoch ein spezielles Schnellladegerät notwendig.

Auch die Sicherheit ist beim Elektroauto CityEL hervorragend. Die Fahrgastzelle ist mit einer Alu-Stahl-Konstruktion verstärkt und außerdem mit energieabsorbierendem Hartschaum ausgestattet. Das führte zu sehr guten Ergebnissen bei Crashtests.

Video: CityEL Selbstbaukurs 2005

Fazit: Elektroauto CityEL optimal für den Stadtverkehr geeignet

Wenn Sie sich vornehmlich in der City fortbewegen und dabei alleine unterwegs sind, dann gibt es kaum ein preiswerteres Fortbewegungsmittel als das Elektroauto CityEL. Betriebskosten von nur einem Euro pro 100 km sind kaum zu unterbieten. Auch die Anschaffungskosten sind vertretbar: Es gibt ein Mini EL. Angebot für rund 10.000 Euro. Wenn Sie darüber hinaus berücksichtigen, dass seit 2016 eine Prämie für Elektroautos verfügbar ist, sind die Ausgaben sehr gering.

Allerdings müssen Sie auch einige Nachteile in Kauf nehmen. Die Reichweite und die Höchstgeschwindigkeit sind deutlich niedriger als bei vielen anderen Elektroautos. Daher eignet sich der CityEL weder für längere Touren noch für schnelle Fahrten auf der Autobahn. Außerdem ist er nur für einen Fahrgast konzipiert. Familien mit Kindern benötigen daher ein anderes Gefährt.

Das Elektroauto CityEL bietet sich aufgrund der genannten Vor- und Nachteile daher insbesondere für drei Gruppen von Anwendern an:

  • Fahrer, die einen besonderen Wert auf den Umweltschutz und auf niedrige Kosten legen und die dazu bereit sind, zugunsten dieser Vorteile andere Nachteile in Kauf zu nehmen.
  • Singles, die ausschließlich alleine unterwegs sind und sich dabei nur in der Stadt fortbewegen möchten.
  • Fahrer, die ein Zweitfahrzeug als kostengünstige Alternative für den Weg zur Arbeit oder für tägliche Besorgungen benötigen.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: metamorworks

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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